Donnerstag, 01. März 2012, 19.30 Uhr
Martin-Luther-Haus, Kulmbach
Kirchenrat Christoph Flad, München
Anständig Geld verdienen, und genau betrachtet liegt in dieser Aussage eine Doppeldeutigkeit. Zum einen heißt es, man möchte bei der Geldanlage viel verdienen, zum anderen "mit Anstand". Oder sollte die Reihenfolge umgekehrt sein?
Christoph Flad will die Möglichkeiten der "nachhaltigen Geldanlage" aufzeigen und berichtet über den Weg, den die Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern seit gut einem Jahrzehnt gegangen ist. Es wurden systematisch theologische, ethische, soziale und ökologische Aspekte in die Geldanlage eingezogen. Nachhaltige Geldanlage kann sich dabei leichter erschließen, wenn wir den Begriff Nachhaltigkeit erklären:
Was heißt das eigentlich? Mit diesem Begriff verbinden sich viele positive Assoziationen. Er ist aber auch vage. Manchmal ist Nachhaltigkeit ein Modewort geworden. Umso wichtiger ist es für einen kirchlichen Geldanleger, diesen Begriff so gewissenhaft wie möglich zu erschließen. Das ständige Agieren an den Finanzmärkten und die systematische Umsetzung der nachhaltigen Geldanlage haben für die Landeskirche auch konkrete gesellschaftliche Anliegen verstärkt. So hat die Landeskirche im Herbst 2011 die bundesweite Unterschriftensammlung für die Einführung einer Finanztransaktionssteuer stark unterstützt. Auch diesen Aspekt wird Christoph Flad reflektieren. Unser Referent, Kirchenrat Christoph Flad, war als Pfarrer in Washington D.C., im bayerischen Oberland und in München tätig. Er arbeitet seit Sommer 2008 in der Finanzabteilung des Landeskirchenamtes der Evang.-Luth. Kirche in Bayern und kümmert sich um die ethischen und nachhaltigen Dimensionen der kirchlichen Geldanlage.
Lassen Sie sich überraschen von Inhalt und Dimension eines Themas, das Sie so wohl eher nicht bei der Evang. Kirche vermutet hätten.
herzlich laden wir Sie zu unserer zweiten Veranstaltung im Jahr 2012 ein:
Donnerstag, 09. Februar 2012, 19.30 Uhr
Martin-Luther-Haus, Waaggasse, Kulmbach
Dr. Albert Schweitzer - Leben und Wirken
Dr. med. Einhard Weber, Creußen
"Mein Leben trägt seinen Sinn in sich selber. Er liegt darin, dass ich die höchste Idee lebe, die in meinem Willen zu leben auftritt. …die Idee der Ehrfurcht vor dem Leben." Das sagte und so lebte Albert Schweitzer (1875 - 1965). Der große Arzt, evang. Theologe, Kulturphilosoph und Musiker stellte die Ehrfurcht vor dem Leben in den Mittelpunkt seines Denkens und Handelns spätestens mit der Gründung seines Tropen-Hospitals Lambarene (Gabun) im Jahr 1913. Vorträge, Orgelkonzerte, schriftstellerische Tätigkeit waren für ihn Voraussetzung und Hilfe, sich für ein allgemeingültiges sittliches Grundprinzip der Erhaltung und Förderung des Lebens einzusetzen. 1951 erhielt er den Friedenspreis des dt. Buchhandels und 1952 den Friedensnobelpreis, 1954 den Orden der Friedensklasse desPour le mérite.
Unser Referent, bis 2005 Landarzt in Creußen, beschäftigt sich seit seinem 14. Lebensjahr mit Albert Schweitzer. 2006 wurde er in den Vorstand des "Deutschen Hilfsverein für das Albert-Schweitzer-Spital in Lambarene e.V." gewählt und ist seit 2007 dessen 1. Vorsitzender. Er wird anhand von Lichtbildern über Leben und Werk von Schweitzer sprechen und dabei auch über das heutige Lambarene und die Aktualität der Philosophie der "Ehrfurcht vor dem Leben", die seiner Meinung nach mit jedem Tag aktueller wird.
Freuen Sie sich mit uns auf einen fundierten und engagierten Vortrag.
Mit freundlichen Grüßen
Ihre
Dr. Bernd und Waltraud Matthes Hannelore Zinck
PS: Nächster Vortrag am Donnerstag, 01.03.2012, 19.30 Uhr, Martin-Luther-Haus, Kulmbach.
herzlich laden wir Sie zu unserer ersten Vortragsveranstaltung im Jahr 2012 ein.
Diese Veranstaltung findet traditionsgemäß gemeinsam mit dem Katholischen Kulturkreis Kulmbach statt:
Dienstag, 24. Januar 2012, 19.30 Uhr
Martin-Luther-Haus, Waaggasse, Kulmbach
Das Zweite Vatikanische Konzil und die Ökumene
Dr. phil. Thomas Franz, Würzburg
Im Herbst 1962 eröffnete Papst Johannes XXIII in Rom das Zweite Vatikanische Konzil. Vor beinahe 50 Jahren sahen die Konzilsväter des Zweiten Vatikanischen die Wiederherstellung der Einheit aller Christen als eine der Hauptaufgaben des Konzils an. Das Dekret "Unitatis redintegratio", das sich mit der ökumenischen Bewegung befasst und das die Konzilsväter mit großer Mehrheit am 21.11.1964 annahmen, hatte in der Folgezeit eine sehr breite Wirkungsgeschichte. Das Zweite Vatikanische Konzil hat für das Verhältnis der römisch-katholischen Kirche zu den anderen christlichen Konfessionen grundlegende Weichenstellungen geschaffen. Die Veranstaltung will die Leitlinien des Dekrets über den Ökumenismus vorstellen und fragen, wie deren Umsetzung erfolgt ist und heute aussieht. Es soll aber auch um die ökumenischen "Knackpunkte" gehen, die weiterhin offen sind, wo viele Menschen im ökumenischen Miteinander vor Ort sich aber lebenspraktische Lösungen wünschen. Im Herbst 2011 hat der derzeitige Papst Benedikt XVI Deutschland besucht und wieder Erwartungen in die Ökumene gesetzt. Was ist in den vergangenen 50 Jahren geworden? Was ist möglich? Wie wird die Ökumene gelebt? Dr. Thomas Franz ist stellvertretender Direktor der Katholischen Akademie Domschule und Leiter des Fernkurses Theologie in Würzburg und Lehrbeauftragter für Fundamentaltheologie und vergleichende Religionswissenschaft an der Universität Würzburg.
Gemeinsam laden wir zu diesem Vortrag herzlich ein.
Mit freundlichen Grüßen
Ihre
Dr. Bernd und Waltraud Matthes, Hannelore Zinck
für den Freundeskreis Kulmbach
Dr. Gunter Heckel
für den Kath. Kulturkreis Kulmbach